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Klimawandel im Pflanzenreich

Ausgangslage

Der Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft stellen eine wichtige Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. In der Schweiz werden die Temperaturen in den kommenden Jahrzehnten in allen Landesteilen und Jahreszeiten steigen. Ab Mitte des Jahrhunderts ist mit einer deutlichen Abnahme der Sommerniederschläge zu rechnen. Die Schneefallgrenze steigt und die Gletscher werden weiter schrumpfen. Zudem werden sich extreme Wetterereignisse häufen.

In der Pflanzenwelt sind diese klimatischen Veränderungen bereits messbar und führen u.a. zu einer Änderung des Verbreitungsgebietes vieler Arten und Populationen. Die einzelnen Pflanzenarten reagieren jedoch unterschiedlich. Einerseits verlängert der Klimawandel die Vegetationsperiode etlicher Arten oder er begünstigt die Etablierung und Ausbreitung gebietsfremder Arten und führt möglicherweise dazu, dass sich mehr dieser Organismen invasiv verhalten. Anderseits gibt es auch Verlierer, dazu zählen etwa Bewohner von feuchten Biotopen oder alpine Pflanzenarten, deren Lebensräume sich verkleinern.

Die botanischen Gärten der Schweiz beherbergen eine vielfältige Sammlung an Pflanzenarten. Diese dienen einerseits als Anschauungsmaterial für die breite Öffentlichkeit, anderseits werden sie auch im Artenschutz oder zu wissenschaftlichen Studien verwendet. Dabei präsentieren sie auch viele Pflanzenarten, die durch den Klimawandel betroffen sind. Die Besuchenden können so für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden.

 

Ziele

Das Projekt «Klimawandel im Pflanzenreich» verfolgt als oberstes Ziel die Sensibilisierung der Besuchenden für Pflanzenarten, die durch den Klimawandel beeinflusst werden. Dazu zählen:

  • Bedrohte Arten aus unterschiedlichen Lebensräumen wie Feuchtgebieten, Wäldern oder der alpinen Stufe
  • Bäume, die bereits im Freiland von botanischen Gärten gedeihen und sich als zukünftige Stadtbäume eignen
  • Neophyten, die sich Dank des Klimawandels stark ausbreiten
  • Allergene Pflanzenarten, welche dank des veränderten Klimas erst Allergene freisetzen können und / oder eine verlängerte Pollensaison haben und gesundheitliche Schäden verursachen können
  • Globale Sichtweise: Pflanzenarten, die aus Wüsten oder tropischen Regenwäldern stammen und durch Wüstenbildung oder Lebensraumverlust beeinträchtigt werden

Am Projekt beteiligen sich über 22 botanische Gärten und Pflanzensammlungen in der Deutschschweiz, der Westschweiz und im Tessin. Im Garten- und Pflanzenführer, der das Projekt begleitet, sowie auf der Website www.botanica-suisse.org werden Pflanzen vorgestellt, welche durch den Klimawandel beeinflusst werden.

Quelle: Projektverfasser

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